22.01.2017

We should all be feminists | Chimamanda Ngozi Adichie


"I would like to ask that we begin to dream about and plan for a different world. A fairer world. A world of happier men and happier women who are truer to themselves. And this is how to start: we must raise our daughters differently. We must also raise our sons differently..." (Klappentext)
"We should all be feminists" von Chimamanda Ngozi Adichie lässt sich mit seinen 52 Seiten gut in einem Rutsch durchlesen. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich. Gut gefällt mir auch, dass sie dieses doch mit großen Vorurteilen behaftete Thema auf leicht humorvolle Art und ohne mahnenden Zeigefinger bespricht. Adichie erzählt von eigenen Erfahrungen, aber auch den Erfahrungen anderer Frauen mit Vorurteilen und Diskriminierung. Sie verurteilt nicht, macht jedoch sehr deutlich wie wichtig für uns alle ein umdenken ist. We should all read this book.

We should all be feminists | Chimamanda Ngozi Adichie | 2014 | Harpercollins Publishers | Taschenbuch | 52 Seiten | ISBN: 978-0008115272 | 5,99€ | Deutsche Version: Mehr Feminismus! - Ein Manifest und vier Stories | ISBN: 978-3-10-403523-9 | Preis: 7,99€

15.01.2017

Das Nest | Cynthia D'Aprix Sweeney


Die vier Geschwister Leo, Bea, Jack und Melody wachsen in dem Glauben auf, an Melodys 40. Geburtstag eine hohe Summe Geld zu erben. Fast schon liebevoll taufen sie die Erbschaft "Das Nest". Inmitten der Finanzkrise sollen vom Nest Schulden beglichen, Schulgelder bezahlt und berufliche Träume verwirklicht werden. Doch dann bleibt die Zahlung des Erbes aus und die Vier müssen nicht nur wieder miteinander reden, sondern sich auch Gedanken darüber machen, woher sie das fehlende Geld nun nehmen sollen.

Cynthia D'Aprix Sweeney lässt in "Das Nest" ein sehr lebendiges Portrait einer New Yorker Familie entstehen. Ihr Schreibstil lässt sich sehr gut lesen und einmal angefangen, habe ich ihre Zeilen aufgesogen wie ein ausgetrockneter Schwamm, ich konnte und wollte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Die Autorin hat die vier Geschwister der Familie Plumb richtig zu Leben erweckt, so dass ich einen sehr guten Eindruck in das Leben, Denken und Handeln der Figuren erhielt.

Cynthia D'Aprix Sweeney ist eine absolut großartige Erzählerin. Neue Figuren werden nicht einfach nur vorgestellt, sondern mit ihrer eigenen kleinen Geschichte in die große Geschichte eingeführt, so dass man gleich das Gefühl hat sie zu kennen. Auch neue Wendungen im Leben der Hauptfiguren werden in eine kleine Geschichte eingebettet erzählt. Dabei ist diese kleine Geschichte immer auch ein Entwicklungsprozess und es war stets spannend, diesen zu verfolgen.

Begeistern konnte mich auch die Art der Autorin die Geschichte des Nests humorvoll, bissig und auch ein bisschen böse zu erzählen, ohne jedoch überheblich zu werden und über die Figuren zu urteilen oder sie für ihre Handlungen zu verurteilen. Dies macht sich auch an den Figuren bemerkbar. Drehte sich einst alles nur um das Geld, erwachen die Geschwister mit dem ausbleiben des Geldes aus ihrer Starre, kommen in Bewegung und finden auch wieder als Familie zueinander. Und so fühlt sich der Umgang der Geschwister am Ende tatsächlich irgendwie familiär an und das eben auch weil sie sich gegenseitig nicht verurteilen.

"Das Nest" ist der Debutroman der Autorin Cynthia D'Aprix Sweeney und ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch einige tolle Geschichten aus ihrer Feder lesen dürfen. Mich konnte sie jedenfalls sehr begeistern, ich habe "Das Nest" mit großer Freude gelesen und kann nun nur noch eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Das Nest | Cynthia D'Aprix Sweeney | Klett-Cotta | 2016 | Hardcover | 410 Seiten | ISBN: 978-3608980004 | Preis: 19,95€ |

12.01.2017

Drei Freunde, ein Taxi, kein Plan ...: aber einmal um die Welt | Paul Archer und Johno Ellison


Von London nach Sydney mit dem Taxi mit dem größtmöglichen Umweg - was nach einer durchzechten Nacht wie eine wirre Idee klingt, wird für die drei Freunde  Paul, Johno und Leigh Realität. Mit einem typischen Londoner Taxi namens Hannah gehen sie auf eine am Ende  70.000 Kilometer lange Reise.

03.01.2017

Salt to the Sea | Ruta Sepetys



Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 sind Tausende Menschen auf der Flucht vor der Roten Armee in Richtung Westen. Das Ziel der meisten Flüchtlingstreks sind die Häfen, in welchen Schiffe auf die Flüchtlinge warten um sie in Sicherheit zu bringen. Auch Joana, Emilia und Florian sind unter den Flüchtenden.  Vertrauen kann zu dieser Zeit tödlich sein und so trägt jeder sein Geheimnis mit sich. Gemeinsam erreichen sie in Gotenhafen die Wilhelm Gustloff und wähnen sich endlich in Sicherheit. Doch dann wird das völlig überfüllte Schiff von einem sowjetischen U-Boot torpediert und es ereignet sich die größte Katastrophe in der Geschichte der Seefahrt.