Rezension: Freiheit: Ein Plädoyer | Joachim Gauck

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Aus einer im Jahr 2011 gehaltenen Rede entstand dieser kurze, aber absolut lesenswerte Text über die Freiheit. Joachim Gauck, der sowohl die Unterdrückung, als auch die Freiheit kennt, ist ein großer Verfechter der Freiheit für alle Menschen.

"Die Freiheit war nicht dort, wo ich lebte. Die Freiheit war in meinen Sehnsüchten, in meinen Gedanken." (Seite 10 auf dem Tolino)

In seinem Plädoyer schildert Gauck, was für ihn Freiheit ausmacht. Er geht darauf ein, wie wir diese Freiheit erreichen können und sieht dabei vor allem Erwachsene in der Verpflichtung, Verantwortung zu übernehmen. Das sich Freiheit und Verpflichtung nicht gleich von einander ausnehmen, macht er ebenso deutlich. Laut Gauck ist zum Beispiel jeder für sein eigens Denken und Handeln verantwortlich.

"Und wir wissen, dass eher diejenigen, die ihres eigenen Glaubens und ihrer eigenen Werte sicher sind, die Werte von Fremden zu würdigen bereit sind, weil sie das Fremde weniger fürchten und in den Anderen Menschenkinder erkennen, die zusammen mit uns überleben und in Würde leben sollen. " (Seite 18 auf dem Tolino)

Mir hat Gaucks Plädoyer für die Freiheit sehr gut gefallen und in sehr vielen Punkten stimme ich mit ihm überein. In manch anderen Punkten hat er mir interessante neue Denkansätze geliefert, über die ich wohl noch eine Weile nachdenken werde. Ein lesenswertes Werk für alle, die es zu schätzen wissen, in Freiheit zu Leben.

Freiheit: Ein Plädoyer | Joachim Gauck | Kösel Verlag | 2012 | 64 Seiten | ISBN: 978-3466370320 | Preis Gebundene Ausgabe: 10€ | Preis E-Book: 8,99€

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2 Kommentare

  1. Liebe Julia,

    ich habe schon viel über Glucks Buch Gelsen und teile deine Auffassung, dass er stets auch neue Denkansätze liefert. In manchen Dingen ist er mir zu smart, aber grundsätzlich ist dieses Buch, mit dem ich schon geliebäugelt habe sicher sehr lesenswert und klug.

    Liebe Grüße

    Nisnis

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    1. Liebe Nisnis,

      ich denke, ich verstehe was du mit zu smart meinst. Manchmal ist er das auch, was mich persönlich aber nicht stört, denn neue Denkansätze gibt es ja trotzdem.

      Liebe Grüße
      Julia

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