Das Meer in Gold und Grau | Veronika Peters

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Vor einigen Wochen habe ich nach Büchern gesucht, in welchen das Meer in irgendeiner Form eine Rolle spielt. Dabei wurde ich auch auf Veronika Peters Werk "Das Meer in Gold und Grau" aufmerksam. Das Buch erzählt die Geschichte von Katia, welche mit 29 Jahren vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens steht. Doch wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine Neue und so findet Katia Unterschlupf im Strandhotel ihrer ihr bis dahin unbekannten Tante an der Ostsee. Das altertümliche Hotel wird neben der schroffen Tante von sehr unterschiedlichen Menschen, Katzen und Büchern bewohnt und versprüht einen ganz eigenen Charme. Und während Katia im Hotel immer heimischer wird, versteht sie immer mehr, was im Leben wirklich wichtig ist.

Veronika Peters hat mich mit diesem Buch überrascht. Ich dachte, dass ich zwischen den Buchdeckeln einen eher leichten Frauenroman für warme Sommertage finde. Dem ist jedoch nicht so. Veronika Peters erzählt vom ankommen, loslassen und Abschied nehmen. Die Sprache der Autorin ist sehr klar, kraftvoll und poetisch. Es ist richtig schön, ihre Worte zu lesen. Die Geschichte ist wesentlich tiefgründiger, als ich erwartet hatte. Dies liegt auch daran, dass vieles nicht gesagt wird und gerade dadurch betont wird. Die Geschichte wird nicht von großen Worten getragen und ist trotzdem sehr kraftvoll. Die Autorin lässt Raum für die eigenen Gedanken was mir sehr gut gefällt.

Die Autorin zeigt auch immer wieder einen feinen Sinn für Humor, welcher meist in den Dialogen der Figuren durchkommt. Auch dadurch erhält das Buch für mich eine ganz besondere Note.

Auch wenn das Buch am Meer spielt, ist es für mich eher ein Buch für den Herbst und Winter, welches ideal zu Tee, Kuscheldecke und Couch passt.


Das Meer in Gold und Grau | Veronika Peters | Goldmann | 2013 | Taschenbuch | 288 Seiten | ISBN: 978-3442467891 | Preis: 9,99€

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4 Kommentare

  1. Ich bin mir nach deiner Rezension nicht so ganz sicher, ob das Buch mich lockt oder nicht. Zum Glück gibt es den Roman in der Bibliothek, also werde ich mal reinschnuppern und schauen, ob er mir genauso gut gefällt wie dir. Ein Buch für den Herbst und Winter wäre gerade auf jeden Fall passend.

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  2. Das ist wirklich das schöne an Büchern, die man sich einfach aus der Bibliothek ausleihen kann. Man geht quasi kein Risiko ein und wird im besten Falle positiv überrascht.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich kann aber auch verstehen wenn man weder mit der Geschichte noch mit den Figuren etwas anfangen kann.

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  3. Von Veronika Peters kenne ich "Was in zwei Koffer passt", ein wohl zumindest größtenteils autobiographischer Bericht über Klosterleben. Mir hat damals auch die klare Sprache sehr gefallen.

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    1. Von dem Buch habe ich gelesen. Ich muss aber gestehen, dass mich der Inhalt irgendwie nicht ganz so angesprochen hat.
      Die klare Sprache scheint dann ja aber ein Merkmal ihres Schreibstils sein, was ich schön finde.

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